Ghostbells – Three Levels of Dark and Dance (EP)
Heute nehmen wir uns die Debüt-EP des US-stämmigen Duos Ghostbells, bestehend aus der charismatischen Sängerin Jessica Perry und Jim Finley, seines Zeichens verantwortlich für Sound und Produktion, vor, welche den wohlklingenden Titel „Three Levels of Dark and Dance“ trägt und bei dem deutschen Label Out of Line veröffentlicht wurde.
Beide Musiker sind alles andere als Neulinge. Liegen die Wurzeln doch im alternativen US-Underground, wo beide bereits weitreichende Erfahrungen als Musiker und Produzenten sammelten. Also entschloss man sich die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und siehe da: Ghostbells ward geboren.
Der Sound ist eine sehr gelungene Mischung aus Dark-wave und EBM, verbunden mit kühlen Synths, gut dosierten Gitarrenklängen sowie sphä-rischem und sinnlichem Gesang und bringt deutlich eine Vorliebe für düstere Klänge seitens des Duos zum Vorschein.
Der Anfang wird von „Darkness saves“ gemacht. Einem Track, der zunächst von Bassline und Synths dominiert wird, bis der sehr räumlich klingende Gesang von Jessica Perry einsetzt und einen regelrecht in eine andere Sphäre beamt. Man hat, selbst wenn man den Track mit Kopfhörern hört, das Gefühl, mitten in einer Location mit perfekter Akustik zu stehen.
Dafür, dass dieser Song das erste von Ghostbells überhaupt veröffentlichte Stück ist, klingt es erstaunlich ausgereift, was sicher auch der langjährigen Erfahrung beider zu verdanken ist.
Das folgende „Ghosts“ hält die zuvor geschaffene Atmosphäre gekonnt aufrecht, ohne jedoch zu identisch zu klingen. Dies dürfte unter anderem an dem gekonnten Einsatz männlicher Vocal-Parts liegen.
Den Abschluss macht mit melancholischer Einleitung das von einer düsteren Grund-rhythmik getragene „Wrath“. Eine perfekte Symbiose aus schwermütigem Sound und sehnsüchtigem Gesang, aufge-lockert durch befreiend klingende Synthesizer und ein überragender Schlusspunkt für diese EP.
Fazit:
Da bereits die Rezension selbst recht ausführlich ausfiel, fällt das Fazit diesmal etwas kürzer aus und lautet:
Holt euch Ghostbells auf den Schirm und seid der Dinge, die noch kommen werden, neugierig!
Ich habe persönlich selten ein Debüt gehört, egal ob jetzt EP oder komplettes Album, was mich von Beginn an so abgeholt hat wie das gerade gehörte.
